Anfänge des UKW Amateurfunks in DL: Unterschied zwischen den Versionen

(Geschichte des UKW-Amateurfunks in DL auf dem 5m/2m-Band)
(Gegentaktsender für das 5-m-Band)


Inhaltsverzeichnis

  • 1 Gegentaktsender für das 5-m-Band
  • 2

    Hamburger Kurzwellentagung des DASD vom 22. bis 25. Mai 1931

  • 3 Bemerkungen zur Schaltungstechnik
  • 4 Verschiedene Dokumente aus den UKW-Anfangszeiten
  • Gegentaktsender für das 5-m-Band[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Sender Rudi Rapcke, Kurzwellentechnik des DASD 1935

    Diese Schaltung wurde im Prinzip der QST entnommen. Diese Schaltung hat sich als eine der hervorragend stabilsten erwiesen, wenngleich ihre Herstellung schon bedeutende Fertigkeiten erfordert, so ist sie doch ganz besonders zu empfehlen. Im Prinzip ist sie der nach Townsend/Morell beschriebenen ähnlich, mit der Ausnahme, daß die Gitter-selbstinduktion innerhalb des Anodenrohres liegt und anscheinend dadurch vollständig abgeschirmt ist. Daß diese Schaltung über-haupt schwingt, ist einigermaßen merkwürdig, wo doch sicher eine sehr große Kapazität zwischen Gitter und Anode besteht. Es dürfte wohl weniger möglich sein, die Schaltung auf sehr viel höherer Frequenz zu benutzen, doch ist sie für das 5m-Band ideal. Sie erfordert allerhöchstens eine Drossel in der Anodenzuleitung, die dabei in keiner Weise kritisch ist. Der Aufbau ist klein, äußere Abmessungen des ganzen Senders für zwei RE 504 12 x 13 x 19 cm, schwingt unfehlbar und gibt große Ausgangsleistungen. Wie sich beim Serienbau dieser Ausführung gezeigt hat, ist sie für verhältnismäßig wenig Geld herzustellen. Das Schwierigste ist die Herstellung der Anodenrohrspule mit seinem in der Mitte abgezweigten Zuleitungsrohr. Zur Ausführung sind schon praktische Kenntnisse im Hartlöten von Messingrohr erforderlich (Lt. Rudolf Rapcke).

    Hamburger Kurzwellentagung des DASD vom 22. bis 25. Mai 1931[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Hamburger Kurzwellentagung 1931

    OM Rapcke und Dr. Wohlstadt zeigten auf der Hamburger Kurzwellentagung des DASD (22. bis 25. Mai 1931) praktische Ausführungen fast aller modernen Sender-, Empfänger- und Wellenmesserschaltungen. Auf dieser Tagung wurden mehrere bemerkenswerte 10-Minuten-Referate gehalten, u.a.: Lichtbildervortrag über die 7m-Versuche und Sendungen in Berlin (Vantler, DE 0605) Quarzgesteuerter 5-m-Oszillator (KW-Gruppe Braunschweig), Heinrich Hertz (Dr. Wohlstadt, DE 0153) Ultrakurze Wellen (Rapcke, DE 0356).









    Bemerkungen zur Schaltungstechnik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



    Zum Empfang verwendete man zumeist eine gewöhnliche Audionschaltung (als Geradeausempfänger) mit kapazitiv veränderbarer Rückkopplung und normalen Empfängerröhren. Nachstehend ist eine Schaltung aus dem Buch „Sende-Praktikum für KW-Amateure” von 1935 abgedruckt. Sendemäßig wurden ganz normale Schwingungsschaltungen als Dreipunkt Anordnungen oder (besser) im Gegentakt mit üblichen Verstärkerröhren, z.B. RE 134/RE 504 benutzt. Über Einzelheiten wird auf den nachfolgenden Seiten über 5m- Sender berichtet. Als Sendeantennen wurden vertikale Dipole oder ein in Oberwellen erregter Draht über abgestimmte Parallelleitungen verwendet. Zur Frequenzmessung diente das Lechersystem - Koaxialkabel und Yagi Antennen waren noch nicht bekannt.


    Der Wallmann-Konverter & 2m-Transceiver DL3XC
    Bemerkenswert ist ein Beitrag aus DL-QTC 4/1951 von Richard Auerbach, DL1FK,1.Präsident des DARC, langjähriger Redakteur der Clubzeitschrift. Ausführlich ist hier ein Konverter zum Nachbau aus dem Entwicklungslabor der Fa. Ultraphon beschrieben. Um einen Eindruck von der Bauweise des Gerätes zu geben, werden nachstehend Fotos aus der Zeitschrift abgebildet




    2m-Transceiver von Willy Fischer, DL1AG aus CQ 2/1950
    Nachdem in Heft 10/1949 das kleine Gerät von B. Cramer beschrieben wurde, folgt hier die Schaltung eines weiteren tragbaren Transceivers von Willy Fischer, DL 1 AG. Zur Röhrenbestückung gehören 2 Stück 2,4P2, wobei die eine als Triode geschaltet ist. Für den A2-Betrieb dient eine kleine Zwergglimmlampe als Tongeber. So ist ohne Umschaltung Telegrafie und Telefonie möglich. Das Potentiometer R4 dient zum Einstellen der Tonhöhe bei Empfang und Sendung. Die Umschaltung von Senden auf Empfang erfolgt durch ein Relais, welches durch einen kleinen Schalter im Handapparat betätigt wird. Die größte Reichweite mit einfachem Dipol betrug 90 km.




    Verschiedene Dokumente aus den UKW-Anfangszeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



    [[Kategorie:UKW Frequenzbereiche]]
            
            
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            == Gegentaktsender für das 5-m-Band ==
                
                
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                [[Datei: Sender RudiPapcke1935.jpg|150px|thumb|left|Sender Rudi Rapcke, Kurzwellentechnik des DASD 1935]]
                
                Diese Schaltung wurde im Prinzip der QST entnommen. Diese Schaltung hat sich als eine der hervorragend stabilsten erwiesen, wenngleich ihre Herstellung schon bedeutende Fertigkeiten erfordert, so ist sie doch ganz besonders zu empfehlen. Im Prinzip ist sie der nach Townsend/Morell beschriebenen ähnlich, mit der Ausnahme, daß die Gitter-selbstinduktion innerhalb des Anodenrohres liegt und anscheinend dadurch vollständig abgeschirmt ist. Daß diese Schaltung über-haupt schwingt, ist einigermaßen merkwürdig, wo doch sicher eine sehr große Kapazität zwischen Gitter und Anode besteht.
                
                Es dürfte wohl weniger möglich sein, die Schaltung auf sehr viel höherer Frequenz zu benutzen, doch ist sie für das 5m-Band ideal. Sie erfordert allerhöchstens eine Drossel in der Anodenzuleitung, die dabei in keiner Weise kritisch ist. Der Aufbau ist klein, äußere Abmessungen des ganzen Senders für zwei RE 504 12 x 13 x 19 cm, schwingt unfehlbar und gibt große Ausgangsleistungen.
                
                Wie sich beim Serienbau dieser Ausführung gezeigt hat, ist sie für verhältnismäßig wenig Geld herzustellen. Das Schwierigste ist die Herstellung der Anodenrohrspule mit seinem in der Mitte abgezweigten
                
                Zuleitungsrohr. Zur Ausführung sind schon praktische Kenntnisse im Hartlöten von Messingrohr erforderlich (Lt. Rudolf Rapcke).
                
                
                
                
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                == Hamburger Kurzwellentagung des DASD vom 22. bis 25. Mai 1931 ==
            
            
            
            [[Datei: HHKurzwellentagung Mai1931.jpg|150px|thumb|left|Hamburger Kurzwellentagung 1931]]
            
            OM Rapcke und Dr. Wohlstadt zeigten auf der Hamburger Kurzwellentagung des DASD (22. bis 25. Mai 1931) praktische Ausführungen fast aller modernen Sender-, Empfänger- und Wellenmesserschaltungen. 
            
            Auf dieser Tagung wurden mehrere bemerkenswerte 10-Minuten-Referate gehalten, u.a.: 
            
            Lichtbildervortrag über die 7m-Versuche und Sendungen in Berlin (Vantler, DE 0605)
            
            Quarzgesteuerter 5-m-Oszillator (KW-Gruppe Braunschweig), Heinrich Hertz (Dr. Wohlstadt, DE 0153)
            
            Ultrakurze Wellen (Rapcke, DE 0356).<br />
            
            
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            == Bemerkungen zur Schaltungstechnik ==
            
            
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            Zum Empfang verwendete man zumeist eine gewöhnliche Audionschaltung (als Geradeausempfänger) mit kapazitiv veränderbarer Rückkopplung und normalen Empfängerröhren. Nachstehend ist eine Schaltung aus dem Buch „Sende-Praktikum für KW-Amateure” von 1935 abgedruckt.
            
            Sendemäßig wurden ganz normale Schwingungsschaltungen als Dreipunkt Anordnungen oder (besser) im Gegentakt mit üblichen Verstärkerröhren, z.B. RE 134/RE 504 benutzt. Über Einzelheiten wird auf den nachfolgenden Seiten über 5m- Sender berichtet. Als Sendeantennen wurden vertikale Dipole oder ein in Oberwellen erregter Draht über abgestimmte Parallelleitungen verwendet. Zur Frequenzmessung diente das Lechersystem - Koaxialkabel und Yagi Antennen waren noch nicht bekannt.
            
            
            
            
            
            
            
            '''Der Wallmann-Konverter & 2m-Transceiver DL3XC'''
            
            
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            Bemerkenswert ist ein Beitrag aus DL-QTC 4/1951 von Richard Auerbach, DL1FK,1.Präsident des DARC, langjähriger Redakteur der Clubzeitschrift.
            
            Ausführlich ist hier ein Konverter zum Nachbau aus dem Entwicklungslabor der Fa. Ultraphon beschrieben. Um einen Eindruck von der Bauweise des Gerätes zu geben, werden nachstehend Fotos aus der Zeitschrift abgebildet
            
            
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            Image:Audion1935.jpg|Audionsschaltung
            
            Image:GegentaktsenderQSTRapcke.jpg|Gegentaktsender
            
            Image:DL3XCa.jpg|2m Transceiver (Handfunksprechgerät) aus CQ 10/1949 von Bernd Cramer, DL3XC
            
            Image:DL3XCb.jpg| DL3XC: Baukosten laut Verfasser DM 39,70: 2 Röhren DM12,00, Trafo DM 5,00
            
            Image:Wallmann2.jpg|Wallmann Konverter Seitenansicht
            
            Image:Wallmann3.jpg|Wallmann Konverter von unten
            
            Image:DL1AG_SB.jpg|2m-Transveiver Willy Fischer, DL1AG
            
            Image:DL1AG_SL.jpg|DL1AG: Stückliste
            
            
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            '''2m-Transceiver von Willy Fischer, DL1AG aus CQ 2/1950'''
            
            
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            Nachdem in Heft 10/1949 das kleine Gerät von B. Cramer beschrieben wurde, folgt hier die Schaltung eines weiteren tragbaren Transceivers von Willy Fischer, DL 1 AG. Zur Röhrenbestückung gehören 2 Stück 2,4P2, wobei die eine als Triode geschaltet ist. Für den A2-Betrieb dient eine kleine Zwergglimmlampe als Tongeber. So ist ohne Umschaltung Telegrafie und Telefonie möglich. Das Potentiometer R4 dient zum Einstellen der Tonhöhe bei Empfang und Sendung. Die Umschaltung von Senden auf Empfang erfolgt durch ein Relais, welches durch einen kleinen Schalter im Handapparat betätigt wird. Die größte Reichweite mit einfachem Dipol betrug 90 km.
            
            
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            == Verschiedene Dokumente aus den UKW-Anfangszeiten ==
            
            
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            Image:Arbeitsfrequ 2m8.55.jpg|Im DL-QTC 8/1955 erschiene Aufstellung sog. Hausfrequenzen der quarzgesteuerten Sender von UKW Funkamateuren
            
            Image:VFDBClubstation.jpg |Das Stationsbild zeigt einen kommerziellen Messender bei DL0HM, der Clubstation des VFDB und eine selbstgebaute 2m Station
            
            Image:VFDBClubstationUKW.jpg|UKW Antennenanlage bei DL0HM (1958)
            
            Image:UKWPortabelbetrieb1950.jpg|UKW Portabelbetrieb1950, hier die Funkamateure DL3FM Karl-Gerhrad und DL3FO, Günther (Titelbild CQ 9/50)
            
            Image:DL6SW.jpg‎|QSL Karte DL6SW 1950
            
            Image:DL6SV.jpg|QSL Karte DL6SV 1951
            
            Image:DL1YO.jpg|QSL Karte DL1YO 1951 
            
            Image:DL1ZV.jpg|QSL Karte DL1ZV/p 1950
            
            
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    [[Kategorie:UKW Frequenzbereiche]]
     
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    == Gegentaktsender für das 5-m-Band ==
     
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    [[Datei: Sender RudiPapcke1935.jpg|150px|thumb|left|Sender Rudi Rapcke, Kurzwellentechnik des DASD 1935]]
     
    Diese Schaltung wurde im Prinzip der QST entnommen. Diese Schaltung hat sich als eine der hervorragend stabilsten erwiesen, wenngleich ihre Herstellung schon bedeutende Fertigkeiten erfordert, so ist sie doch ganz besonders zu empfehlen. Im Prinzip ist sie der nach Townsend/Morell beschriebenen ähnlich, mit der Ausnahme, daß die Gitter-selbstinduktion innerhalb des Anodenrohres liegt und anscheinend dadurch vollständig abgeschirmt ist. Daß diese Schaltung über-haupt schwingt, ist einigermaßen merkwürdig, wo doch sicher eine sehr große Kapazität zwischen Gitter und Anode besteht.
     
    Es dürfte wohl weniger möglich sein, die Schaltung auf sehr viel höherer Frequenz zu benutzen, doch ist sie für das 5m-Band ideal. Sie erfordert allerhöchstens eine Drossel in der Anodenzuleitung, die dabei in keiner Weise kritisch ist. Der Aufbau ist klein, äußere Abmessungen des ganzen Senders für zwei RE 504 12 x 13 x 19 cm, schwingt unfehlbar und gibt große Ausgangsleistungen.
     
    Wie sich beim Serienbau dieser Ausführung gezeigt hat, ist sie für verhältnismäßig wenig Geld herzustellen. Das Schwierigste ist die Herstellung der Anodenrohrspule mit seinem in der Mitte abgezweigten
     
    Zuleitungsrohr. Zur Ausführung sind schon praktische Kenntnisse im Hartlöten von Messingrohr erforderlich (Lt. Rudolf Rapcke).
     
     
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    Anhänge

    Diskussionen