Anforderungen Station MS

Version vom 7. Dezember 2009, 12:46 Uhr von Cnagl (Diskussion | Beiträge) (Welchen Anforderungen muß die MS Station entsprechen?)

Welchen Anforderungen muß die MS Station entsprechen?

Um mit WSJT eine Verbindung mittels MS zu machen, sind die Anforderungen nicht allzugroß. Ein SSB 2m-Funkgerät mit einer Leistung von 35 bis 50 Watt und eine 9 Element (Außen)-Antenne, verbunden mit einem einigermaßen anständigen Kabel (Nicht RG58 sondern RG213 oder besser) reichen durchaus aus, um zig Verbindungen über Distanzen bis zu 2000 km zu machen. Kleinere Leistungen sowie kleinere Antennen gehen auch, aber dann dauert das QSO halt länger. Optimal sind Leistungen von 150 bis 500 Watt, mit einer Antennengröße von bis zu 15 Elementen. Wie schon gesagt, Voraussetzung ist ein PC mit WSJT, gekoppelt mit dem Funkgerät.

Um ein mal zu schnuppern sollte man während einer der größeren Meteoritenschauer auf 144.370 zuhören. Es wird dann sicherlich ab und zu ein fremdes, rauschen oder rattlen ähnliches Lärm aus den Lautsprecher klingen. Wenn man dann am Computer (der natürlich verbunden sein soll mit dem Empfänger) WSJT gestartet hat im FSK441 Modus (nicht vergessen Monitor anzuklicken !) sollten sogar Texte lesbar sein.

Ebenso kann man das auf 6m machen auf 50.230 im JT6M Modus.

Welchen Anforderungen muß die EME Station entsprechen?

Um mit WSJT eine Verbindung mittels EME zu machen, sind die Anforderungen doch ziemlich groß, weil es darum geht eine sehr große Distanz zu überbrücken, mit dementsprechende Dämpfung. Eine MINIMALE EME Station besteht aus ein SSB Funkgerät mit einer Leistung von 350 bis 400 Watt und eine 16 Element Außen-Antenne (2 oder 4 gestockte Antennen sind besser !), verbunden mit gutes Kabel (RG213 oder besser). Ein guter Vorverstärker hilft sehr, und ein schlechter, rauschender Vorverstärker soll man besser gar nicht einsetzen. Aufpassen daß es nicht zu viele unnötige Sachen, wie SWR Meßgeräte im Empfangskabel eingeschleift werden. Es ist wirklich essenziell, jeder einzelne dB verlust vorzubeugen !!!

Elevation der Antennen ist nicht unbedingt notwendig, weil man mit Mondaufkommen und Untergehen genügend Stationen arbeiten kann, und die größten terrestrischen Distanzen überbrücken kann. Außerdem braucht man ein funktionierendes WSJT System, wie bei MS, allerdings mit JT65B Modus eingestellt.

Um ein mal zu schnuppern braucht man unbedingt Zugriff zum Internet; auf der EME Chat von Chris N0UK trefft sich die EME Gemeinschaft am Häufigsten.[1]. Der gleiche Chat ist auch über [2] erreichbar. (Mir gefällt der letzte besser). Such nach Stationen welche im Rufzeichen minimal 4x12 und 1 KW angeben, und schau (oder frage) auf welchen QRG sie derzeit CQ geben oder ein QSO fahren. Richte Deine Antenne zum Mond, stimme ab, und schalte WSJT auf Monitor. Stationen wie zB RN6BN, KB8RQ, W5UN sollten JEDENFALLS hörbar sein; wenn man diese nicht hören kann, soll man sein System verbessern. Diese Stationen sind so ausgelegt daß sie auch kleinere Stationen relativ einfach arbeiten können. Sag mal dass die Ausstattung wie bei MS (also 50 Watt/9 element) reichen können.

EME wird von 10 meter bis 48 GHz betrieben, mit dementsprechend großen Aufwand. Die "einfachste" Bänder sind 2m und 70cm. Auf 70 cm sollte man HB9Q mit einer 21 element mit 50 Watt Ausgangsleistung arbeiten können.

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